Wichtige Dokumente


Im Trauerfall werden wichtige Dokumente benötigt, die bereits im Vorfeld zusammengestellt werden sollten,
um eine zeitaufwendige Suche vor einer Beerdigung zu vermeiden.

Welche Dokumente werden bei einem Sterbefall benötigt?

Personalausweis oder Reisepass des Verstorbenen:
Der Arzt, der den Totenschein ausstellt, benötigt
eines dieser Dokumente zur Identifikation des Verstorbenen. Auch wenn nicht alle Standesämter die
Vorlage verlangen, sollten Sie darauf vorbereitet sein.

Todesbescheinigung vom Arzt:
Die Gebühren für diese Leistung müssen von den Angehörigen
getragen werden, da die Krankenkassen die Kosten hierfür nicht übernehmen. Sie sollten nach der
ärztlichen Gebührenordnung nicht mehr als 80,‐ € betragen.

Personenstandsurkunden:
Grundsätzlich ist ein Auszug aus dem Familienbuch vorzulegen. Sollte
dieser nicht vorhanden sein, genügt die Vorlage der Urkunden, die den Personenstand des
Verstorbenen nachweisen:
 
  • bei Ledigen: Geburtsurkunde
  • bei Verheirateten: Heiratsurkunde
  • bei Geschiedenen: Heiratsurkunde und Scheidungsurteil mit Rechtskraftvermerk
  • bei Verwitweten: Heiratsurkunde und Sterbeurkunde des Ehepartners
  • Bei gleichgeschlechtlichen Partnerschaften ist die entsprechende Urkunde vorzulegen

Bestattungsvorsorgevertrag,
falls ein solcher vom Verstorbenen im Vorfeld abgeschlossen wurde, um
mit einem Bestatter die Gestaltung der Beerdigung anhand der Wünsche des Verstorbenen zu
besprechen.

Versicherungsunterlagen:
zu Sterbegeld‐, Lebens‐, Kranken‐ und Unfallversicherungen: Einige Gewerkschaften zahlen
Sterbegelder nach Vorlage des Mitgliedsbuches. Bei anderen Versicherungen wie beispielsweise
der Hausratversicherung muss im Einzelfall geprüft werden, ob der Vertrag gekündigt werden
muss oder fortbestehen soll.

Rentennummer:
Diese befindet sich auf dem Rentenbescheid bzw. auf dem Rentenausweis. Die
Rentennummer findet sich auch auf dem Kontoauszug des Girokontos, da die Renten stets unter
Angabe der Rentennummer überwiesen werden. Ebenfalls benötigt werden Angaben zu betrieblichen
Renten.

Grabdokumente,
sofern bereits eine Grabstelle vorhanden oder reserviert ist.

Testament, Erbvertrag oder Hinterlegungsschein:
für das Amtsgericht oder den Notar.

Letztwillige Verfügung,
falls eine Kremation gewünscht wird. Nahestehende Angehörige dürfen für den Verstorbenen die
Feuerbestattung bestimmen, wenn dies der Wille des Verstorbenen war.