Nach Eintritt des Todes

  • Arzt benachrichtigen, wenn der Tod in der Wohnung eingetreten ist, Todesbescheinigung (vom Arzt) bzw. Leichenschauschein ausstellen lassen
  • Benachrichtigen der engsten Angehörigen
  • Verträge und Verfügungen zusammenstellen (Geburts- oder Heiratsurkunde, Personalausweis, Bestattungsvorsorge)

Innerhalb von 36 Stunden nach dem Todesfall

  • “pietät siegen” benachrichtigen; Überführung des/der Verstorbenen in unsere klimatisierten Räume

Nach der Beisetzung / Trauerfeier

  • Wohnsituation klären (Mietvertrag, Strom, Wasser kündigen), Regelung der Haus-/Wohnungsschlüssel, Regulierung der Heizungsanlage,
  • Abstellen von Gas und Wasser
  • Kündigung von Verträgen, Mitgliedschaften, Abos, Radio, Fernsehen, Telefon und Zeitungen, Abmelden des Autos und der Kfz-Versicherung, Kündigen der Versicherungen (Haftpflicht, Hausrat etc.), Kündigung von Mitgliedschaften bei Vereinen, Abbestellung von Dienstleistungen (Lebensmittellieferungen etc.)
  • Erbschein beantragen und Testament eröffnen lassen (evtl. Notar einschalten)
  • Daueraufträge bei Banken/Sparkassen ändern bzw. auflösen, Benachrichtigung evtl. Kreditgeber
  • Fälligkeit von Terminzahlungen
  • ggf. Einschaltung eines Rechtsanwaltes/Notars oder eines Steuerberaters

 

Wichtige Dokumente

Im Trauerfall werden wichtige Dokumente benötigt, die bereits im Vorfeld zusammengestellt werden sollten,
um eine zeitaufwendige Suche vor einer Beerdigung zu vermeiden.

Welche Dokumente werden bei einem Sterbefall benötigt?

Personalausweis oder Reisepass des Verstorbenen:
Der Arzt, der den Totenschein ausstellt, benötigt
eines dieser Dokumente zur Identifikation des Verstorbenen. Auch wenn nicht alle Standesämter die
Vorlage verlangen, sollten Sie darauf vorbereitet sein.

Todesbescheinigung vom Arzt:
Die Gebühren für diese Leistung müssen von den Angehörigen
getragen werden, da die Krankenkassen die Kosten hierfür nicht übernehmen. Sie sollten nach der
ärztlichen Gebührenordnung nicht mehr als 80,‐ € betragen.

Personenstandsurkunden:
Grundsätzlich ist ein Auszug aus dem Familienbuch vorzulegen. Sollte
dieser nicht vorhanden sein, genügt die Vorlage der Urkunden, die den Personenstand des
Verstorbenen nachweisen:

  • bei Ledigen: Geburtsurkunde
  • bei Verheirateten: Heiratsurkunde
  • bei Geschiedenen: Heiratsurkunde und Scheidungsurteil mit Rechtskraftvermerk
  • bei Verwitweten: Heiratsurkunde und Sterbeurkunde des Ehepartners
  • Bei gleichgeschlechtlichen Partnerschaften ist die entsprechende Urkunde vorzulegen

Bestattungsvorsorgevertrag,
falls ein solcher vom Verstorbenen im Vorfeld abgeschlossen wurde, um
mit einem Bestatter die Gestaltung der Beerdigung anhand der Wünsche des Verstorbenen zu
besprechen.

Versicherungsunterlagen:
zu Sterbegeld‐, Lebens‐, Kranken‐ und Unfallversicherungen: Einige Gewerkschaften zahlen
Sterbegelder nach Vorlage des Mitgliedsbuches. Bei anderen Versicherungen wie beispielsweise
der Hausratversicherung muss im Einzelfall geprüft werden, ob der Vertrag gekündigt werden
muss oder fortbestehen soll.

Rentennummer:
Diese befindet sich auf dem Rentenbescheid bzw. auf dem Rentenausweis. Die
Rentennummer findet sich auch auf dem Kontoauszug des Girokontos, da die Renten stets unter
Angabe der Rentennummer überwiesen werden. Ebenfalls benötigt werden Angaben zu betrieblichen
Renten.

Grabdokumente,
sofern bereits eine Grabstelle vorhanden oder reserviert ist.

Testament, Erbvertrag oder Hinterlegungsschein:
für das Amtsgericht oder den Notar.

Letztwillige Verfügung,
falls eine Kremation gewünscht wird. Nahestehende Angehörige dürfen für den Verstorbenen die
Feuerbestattung bestimmen, wenn dies der Wille des Verstorbenen war.

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